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Wissenschaftliche Meldungen

Genvariante könnte vor bestimmten Blutkrebserkrankungen schützen

2.1.26, 18:42

Medizin

Quadratisches Facebook-Titelbild mit dramatischer Wissenschafts-Optik: Links eine leuchtende DNA-Doppelhelix mit hervorgehobenem Genbereich, darunter ein Forscher mit Mikroskop. Rechts ein aufgeschnittenes Blutgefäß mit roten Blutkörperchen und markanten violetten Zellen. Große Schlagzeile im Bild: „GEN-DURCHBRUCH ENTDECKT! – Senkt das Blutkrebs-Risiko. Kann ein Gen vor Krebs schützen?“

Unerwarteter Schutzfaktor im menschlichen Erbgut


Ein internationales Forschungsteam hat eine genetische Variante identifiziert, die offenbar das Risiko für bestimmte Blutkrebserkrankungen senken kann. Im Zentrum der Entdeckung steht das Gen MSI2, das eine wichtige Rolle bei der Regulation von Blutstammzellen im Knochenmark spielt. Die Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Studie von Forschenden des Memorial Sloan Kettering Cancer Center und liefern neue Einblicke in die frühen biologischen Prozesse, die zur Entstehung von Leukämien und verwandten Erkrankungen führen können.


Die Rolle von MSI2 im blutbildenden System


Das MSI2-Gen steuert grundlegende Funktionen sogenannter hämatopoetischer Stammzellen. Diese Zellen sind für die lebenslange Neubildung aller Blutzellen verantwortlich. Gerät ihre Regulation aus dem Gleichgewicht, kann es zu einer übermäßigen Vermehrung einzelner Zelllinien kommen – ein zentraler Schritt auf dem Weg zu Blutkrebserkrankungen wie akuter myeloischer Leukämie.


Die nun identifizierte genetische Variante verändert die Aktivität von MSI2 so, dass die betroffenen Stammzellen langsamer altern und seltener fehlerhafte Klone bilden. Besonders relevant ist dies für ein Phänomen namens klonale Hämatopoese: Dabei breitet sich eine genetisch veränderte Stammzelle im Knochenmark aus, ohne zunächst Symptome zu verursachen. Solche Klone gelten jedoch als wichtiger Risikofaktor für Blutkrebs im höheren Lebensalter.


Weniger klonale Expansion, geringeres Krebsrisiko


Menschen, die die schützende MSI2-Variante tragen, zeigen deutlich seltener Anzeichen klonaler Hämatopoese. In großen genetischen Datensätzen ließ sich nachweisen, dass ihr Risiko, später an bestimmten myeloischen Blutkrebserkrankungen zu erkranken, messbar reduziert ist. Gleichzeitig scheint die normale Blutbildung bei diesen Personen nicht beeinträchtigt zu sein – ein entscheidender Punkt für die medizinische Relevanz der Entdeckung.


Die Forschenden sprechen daher von einem natürlichen „Bremseffekt“ im Stammzell-System, der schädliche Entwicklungen frühzeitig eindämmt, ohne die notwendige Erneuerung der Blutzellen zu behindern.


Bedeutung für Prävention und Therapie


Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Krebsforschung. Anstatt ausschließlich bestehende Tumoren zu behandeln, könnte es künftig möglich sein, die Entstehung bestimmter Blutkrebse bereits Jahre oder Jahrzehnte vorher zu verhindern. Denkbar wären Medikamente, die den Effekt der schützenden MSI2-Variante gezielt nachahmen und so das Risiko klonaler Fehlentwicklungen senken.


Gleichzeitig mahnen die Forschenden zur Vorsicht. Die genetische Variante bietet keinen absoluten Schutz, sondern reduziert lediglich das Risiko. Zudem ist noch unklar, welche langfristigen Auswirkungen eine künstliche Beeinflussung von MSI2 hätte, da das Gen an vielen grundlegenden Zellprozessen beteiligt ist.


Ein Schritt hin zu personalisierter Krebsprävention


Die Studie unterstreicht, wie stark individuelle genetische Unterschiede den Verlauf von Alterungsprozessen und Krankheitsrisiken beeinflussen können. Langfristig könnte die Analyse solcher Schutzvarianten dazu beitragen, Menschen mit erhöhtem oder vermindertem Krebsrisiko frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu begleiten.


Noch handelt es sich um Grundlagenforschung, doch die Entdeckung der MSI2-Variante gilt bereits jetzt als wichtiger Baustein für ein besseres Verständnis der frühesten Phasen von Blutkrebserkrankungen – und als möglicher Ansatzpunkt für eine neue Generation präventiver Therapien.

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