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Wissenschaftliche Meldungen

Europa vor +3 °C Erwärmung? Klimabeirat fordert radikale Anpassungsstrategie

21.2.26, 16:50

Klima & Umwelt, Politik

Cartoonhaft gestaltetes 1:1-Thumbnail mit grellen Neonfarben: Links ein übergroßes, weinendes Thermometer vor brennender, rissiger Erde, rechts überflutete Häuser, ein schmelzender Eisblock und ein Kind im Boot; oben der Text „Europa vor +3°C? Klimarisiko der Zukunft“, unten „Extremwetter & Meeresspiegel-Anstieg!“ sowie „Wissenschaftswelle.de“.

Europa soll sich auf bis zu drei Grad globale Erwärmung einstellen


Der wissenschaftliche Klimabeirat der Europäischen Union, das European Scientific Advisory Board on Climate Change, empfiehlt, die europäische Anpassungspolitik auf ein mögliches Szenario von rund 2,8 bis 3,3 °C globaler Erwärmung bis zum Jahr 2100 auszurichten. Hintergrund sind aktuelle Emissionspfade und bestehende Lücken bei der Umsetzung internationaler Klimaziele. Über die zentralen Inhalte des Berichts berichtete unter anderem The Guardian am 16. Februar 2026.


Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens bleibe zwar politischer Referenzpunkt. Aus wissenschaftlicher Vorsorgeperspektive müsse Europa jedoch auch auf deutlich höhere Erwärmungsniveaus vorbereitet sein. Der Bericht betont, dass Anpassung keine Kapitulation vor dem Klimaschutz darstellt, sondern eine notwendige Ergänzung zur Emissionsminderung.


Warum drei Grad einen fundamentalen Unterschied machen


In der Klimaforschung gelten Temperaturanstiege nicht als linear wirkend. Zwischen 1,5 °C, 2 °C und 3 °C globaler Erwärmung vergrößern sich Risiken nicht nur graduell, sondern teilweise sprunghaft. Bei etwa drei Grad steigen laut früheren Syntheseberichten die Wahrscheinlichkeiten für:


– deutlich häufigere und intensivere Hitzewellen
– zunehmende Dürreperioden im Mittelmeerraum
– stärkere Starkregenereignisse in Mitteleuropa
– beschleunigten Meeresspiegelanstieg
– erhöhte Risiken für sogenannte Kipppunkte im Klimasystem


Europa erwärmt sich bereits schneller als der globale Durchschnitt. Besonders betroffen sind südliche Regionen mit Wasserknappheit sowie dicht besiedelte Flussgebiete mit Überschwemmungsrisiken.


Kritik an der bisherigen EU-Anpassungspolitik


Der Beirat bewertet die aktuelle europäische Anpassungsarchitektur als fragmentiert, teilweise reaktiv und nicht ausreichend koordiniert. Zwar existieren nationale Anpassungspläne, doch es fehle an verbindlichen Risikoanalysen, einheitlichen Bewertungsstandards und einer systematischen Integration von Klimarisiken in Haushalts-, Infrastruktur- und Investitionsentscheidungen.

Konkret empfiehlt das Gremium:


– verpflichtende, sektorübergreifende Klimarisikoanalysen
– Integration von Resilienzstandards in EU-Gesetzgebung
– klimaresiliente Ausrichtung öffentlicher und privater Investitionen
– stärkere Koordination zwischen Mitgliedstaaten


Der Bericht spricht von einer „anspruchsvollen, aber machbaren“ Aufgabe – vorausgesetzt, Maßnahmen würden frühzeitig und strategisch umgesetzt.


Anpassung hat Grenzen


Ein zentraler wissenschaftlicher Punkt ist das Konzept der „Limits to Adaptation“ – also Anpassungsgrenzen. Bei steigenden Temperaturen können technische und gesellschaftliche Schutzmaßnahmen an ökologische, physische oder ökonomische Grenzen stoßen. Beispielsweise können Kühlstrategien in Städten bei extremen Hitzewellen an Wirksamkeit verlieren, und Küstenschutz wird bei starkem Meeresspiegelanstieg zunehmend kostenintensiv.


Der Bericht warnt daher davor, Anpassung als Ersatz für Emissionsreduktion zu betrachten. Ohne ambitionierte Minderungspolitik würden Risiken langfristig exponentiell steigen.


Methodische Einordnung


Der Bericht des European Scientific Advisory Board on Climate Change ist keine Einzelstudie, sondern eine wissenschaftliche Synthese bestehender Forschung, Szenarioanalysen und Risikomodelle. Er basiert auf etablierten Emissionspfaden und Bewertungsrahmen, wie sie auch in internationalen Klimaberichten Anwendung finden.


Es handelt sich nicht um einen Preprint, sondern um eine offizielle wissenschaftliche Beratungsempfehlung an die EU-Institutionen. Angaben zu spezifischen Interessenkonflikten der Autorinnen und Autoren werden im Guardian-Bericht nicht gemacht; Hinweise auf wirtschaftliche Eigeninteressen liegen nicht vor.


Wichtig ist die Trennung zwischen Projektion und Prognose: Die genannten Temperaturbereiche sind Szenarien auf Basis bestimmter Emissionsannahmen. Sie beschreiben mögliche Entwicklungen – keine deterministischen Vorhersagen.


Politische und gesellschaftliche Tragweite


Die Empfehlung, sich offiziell auf ein Drei-Grad-Szenario vorzubereiten, hat erhebliche politische Signalwirkung. Sie impliziert, dass gegenwärtige globale Klimapolitik nicht ausreichend ist, um die Pariser Ziele sicher einzuhalten.


Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus stärker auf Resilienz: Infrastrukturplanung, Versicherungswirtschaft, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Städtebau müssen klimaangepasst werden. Der Bericht fordert, Anpassung nicht als Randthema, sondern als Querschnittsaufgabe der gesamten EU-Politik zu begreifen.


Fazit


Der neue Bericht des European Scientific Advisory Board on Climate Change markiert einen strategischen Wendepunkt in der europäischen Klimadiskussion. Während Emissionsreduktion weiterhin zentral bleibt, fordert der Beirat eine realistische Vorbereitung auf ein mögliches Erwärmungsniveau von rund drei Grad.


Die wissenschaftliche Kernbotschaft ist klar: Anpassung ist möglich – aber nur, wenn sie frühzeitig, systematisch und verbindlich erfolgt. Je höher die globale Erwärmung ausfällt, desto enger werden die Handlungsspielräume.

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