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Wissenschaftliche Meldungen

Roter Schnee in der Antarktis: Algenblüten bedecken teils riesige Flächen – und könnten Schmelze verstärken

5.1.26, 10:31

Klima & Umwelt, Ökologie

Rosa- bis tiefrot gefärbter Schnee in einer antarktischen Küstenlandschaft, im Vordergrund deutlich sichtbar durch Algen verfärbt. Rechts steht eine Person in orangefarbener Expeditionskleidung und fotografiert die Szene, im Hintergrund Gletscher, Berge und offenes Schmelzwasser. Über dem Bild steht der Text: „Gefährlicher Rotschnee! Schmilzt hier das Eis schneller?“

Wenn Schnee „blüht“ und dunkler wird


Rosa bis tiefrot gefärbter Schnee ist kein seltenes Kuriosum, sondern ein biologisches Phänomen mit potenzieller Klimarelevanz. Verursacht wird die Färbung durch Schneealgen, die während der sommerlichen Schmelzperiode an oder nahe der Schneeoberfläche wachsen. Ihre Pigmente dunkeln den Schnee ab und verringern die Rückstrahlkraft des Sonnenlichts. Dadurch kann sich die Oberfläche stärker erwärmen, was die Schneeschmelze beschleunigt.


Großflächige Kartierung in einer schwer zugänglichen Region


Die neue Studie untersucht dieses Phänomen systematisch auf den Süd-Shetlandinseln vor der Antarktischen Halbinsel. Für den Zeitraum von 2018 bis 2024 analysierten die Forschenden, wo und in welchem Ausmaß rote Schneealgen auftreten. Grundlage waren 45 wolkenfreie Satellitenaufnahmen, die mithilfe eines maschinellen Lernverfahrens ausgewertet wurden. Ziel war es, die Algenflächen trotz häufiger Bewölkung und stark variierender Schneebedingungen möglichst zuverlässig zu erfassen.


Drohnenmessungen liefern den biologischen Fingerabdruck


Um die satellitengestützte Auswertung abzusichern, ergänzte das Forschungsteam die Analyse durch hyperspektrale Drohnenaufnahmen und Bodenmessungen. Diese lieferten charakteristische spektrale Signaturen der Algen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der rote Farbstoff Astaxanthin, der die Zellen vor intensiver UV-Strahlung schützt und für die auffällige Färbung verantwortlich ist. Zusammen mit Chlorophyll-Merkmalen erlaubt dieser spektrale Fingerabdruck eine Abgrenzung gegenüber anderen Verdunkelungsfaktoren wie Mineralstaub.


Bis zu zwölf Prozent einer Insel potenziell betroffen


Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die mögliche räumliche Ausdehnung der Algenblüten. In der Wachstumssaison könnten sie auf einzelnen Inseln der Süd-Shetlands bis zu zwölf Prozent der gesamten Inselfläche bedecken. Umgerechnet entspricht das einer Fläche von rund 176 Quadratkilometern. Die Angabe beschreibt eine potenzielle maximale Ausdehnung und bezieht sich auf die gesamte Insel, also auch auf Bereiche ohne dauerhafte Schneebedeckung.


Welche Organismen den roten Schnee verursachen


Genetische Analysen der Proben zeigen, dass die Algenpopulationen vor allem von der Grünalge Sanguina nivaloides dominiert werden. Diese Art ist weltweit für das Phänomen des „roten Schnees“ bekannt und kann widerstandsfähige Zysten bilden, die sich gut ausbreiten und lange überdauern. Zusätzlich wurden auch andere Mikroorganismen nachgewiesen, darunter Kieselalgen, die zur biologischen Vielfalt der Schneeflächen beitragen.


Einordnung und verbleibende Unsicherheiten


Die Studie macht deutlich, dass Schneealgen in der Antarktis kein lokales Randphänomen sind, sondern potenziell großflächig auftreten. Damit rücken sie als möglicher Verstärker von Schmelzprozessen stärker in den Fokus der Klimaforschung. Gleichzeitig betonen die Autorinnen und Autoren, dass Unsicherheiten bestehen. Pigmentkonzentrationen, Schneebeschaffenheit und Lichtverhältnisse variieren räumlich und zeitlich, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse einschränken kann.


Bedeutung für die Klimaforschung


Methodisch zeigt die Arbeit, wie biologische Prozesse in der Kryosphäre mithilfe moderner Satelliten und maschinellen Lernens systematisch überwacht werden können. Für die Klimaforschung liefert sie eine wichtige Grundlage, um besser zu verstehen, wo biologische Rückkopplungen die Schneeschmelze beeinflussen könnten. Wie stark dieser Effekt regional tatsächlich ins Gewicht fällt, müssen weitere Messungen und Modellstudien klären.

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Riesiges rotierendes Galaxien-Filament entdeckt – Neues Puzzlestück im kosmischen Netz

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Astronomie, Kosmologie

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Rasanter Anstieg bei Artbeschreibungen – Vielfalt des Lebens größer als gedacht

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Biologie

Gelber autonomer Unterwasserroboter „Ran“ fährt mit eingeschaltetem Scheinwerfer unter einer dicken antarktischen Eisschicht durch eisige Unterwasserkanäle; über dem Motiv dramatische Schlagzeilen wie „Geheimnisse unter dem Eis“ und „Tiefsee-Roboter verschollen“, die auf eine brisante wissenschaftliche Entdeckung und einen Kontaktabbruch hinweisen.

U-Boot verschwindet unter antarktischem Eis – rätselhafte Strukturen entdeckt

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Klima & Umwelt

Dramatische Illustration einer vermuteten Superkilonova im Weltraum: Links verschmelzen zwei Neutronensterne unter intensiven Gravitationswellen, rechts explodiert eine helle Supernova mit blau-weißer Schockfront. Leuchtende Explosionen vor Sternenhintergrund. Eingeblendeter Text: ‚Superkilonova entdeckt? Zwei Explosionen – ein mysteriöses Signal!

Superkilonova: Haben Astronomen erstmals eine doppelte Sternexplosion beobachtet?

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Astronomie, Kosmologie, Physik

Facebook-Titelbild im quadratischen Format: Links ein nachdenklich blickendes Kind vor dunklem, rissigem Hintergrund. Rechts mehrere Kinder in unterschiedlich farbigen Puzzleteilen, die verschiedene Verhaltensweisen zeigen. Große Schlagzeile im Bild: „Das Aus für das Autismus-Spektrum?“ Darunter: „Vier Autismus-Typen entdeckt?“ und „Alles, was wir bisher dachten, könnte falsch sein!“. Visualisiert die neue Forschung zu unterschiedlichen Autismus-Subtypen.

Warum Autismus keine einheitliche Störung ist – neue genetische Hinweise

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Psychologie, Neurowissenschaft

Illustration eines Quantenexperiments: Leuchtende Laser treffen auf ultrakalte Atome in einem optischen Gitter, dargestellt als stufenförmig angeordnete Energieniveaus mit schwebenden Atomen. Daneben ein wissenschaftlicher Aufbau mit Optik und Detektoren. Großzügige, kontrastreiche Typografie mit dem Text „Quantensensation! Shapiro-Stufen in ultrakalten Atomen entdeckt!“. Visueller Eindruck von Präzision, Hightech und moderner Quantenforschung.

Ultrakalte Atome erklimmen eine Quanten-„Treppe“

26.12.25, 06:24

Physik

Zwei weiße Labormäuse im direkten Vergleich: links eine Maus in steriler Laborumgebung, rechts eine Maus in naturnaher Umgebung mit Gras, Holz und Sonnenlicht. Pfeil zeigt den Übergang von Labor zu Natur. Großer Text im Bild: „Angst geheilt ohne Medikamente?“ und „Forscher entdecken: Natur reduziert Angst in nur 7 Tagen“.

Wenn Labormäuse „verwildern“, verschwindet Angst erstaunlich schnell

25.12.25, 18:36

Medizin, Psychologie, Biologie

Illustration einer unreifen menschlichen Lunge mit leuchtend roten Blutgefäßen, die aktiv wachsen und sich verzweigen. Im unscharfen Hintergrund liegt ein Frühgeborenes in einem Inkubator auf der Intensivstation. Der Bildtext lautet: „Forscher aktivieren das Wachstum der Lunge – Ein neuer Ansatz für Frühgeborene“.

Forscher aktivieren das Wachstum der Lunge

25.12.25, 18:10

Medizin

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