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Wissenschaftliche Meldungen

Pferde riechen Angst: Studie zeigt, wie menschlicher Schweiß ihr Verhalten verändert

18.1.26, 14:23

Biologie, Psychologie, Zoologie

Nahaufnahme eines angespannten braunen Pferdes mit weit geöffneten Augen, das in Richtung Kamera blickt. Links im unscharfen Hintergrund steht eine verängstigte Frau mit der Hand vor dem Mund. Auf dem Bild steht der Text: „Pferde riechen unsere Angst! Macht deine Furcht sie nervös?“ sowie der Hinweis „Wissenschaftswelle.de“.

Pferde riechen unsere Angst – und reagieren darauf


Wer mit Pferden umgeht, kennt das Gefühl: Wenn man selbst nervös ist, wirkt das Tier oft gleich mit angespannt. Eine neue Studie liefert nun einen konkreten biologischen Mechanismus für dieses Phänomen – und der hat weniger mit Körpersprache zu tun als mit Chemie. Ein Forschungsteam zeigt, dass Pferde menschliche Emotionen über den Körpergeruch wahrnehmen können. Konkret reicht Schweiß, der in einer Angstsituation entsteht, aus, um bei Pferden messbar mehr Furchtverhalten und stärkere körperliche Reaktionen auszulösen.


Wie testet man „Angstgeruch“ im Labor?


Für die Untersuchung sammelten die Forschenden zunächst Achselgeruch von 30 freiwilligen Menschen. Die Teilnehmenden trugen Wattepads unter den Achseln, während sie entweder angstauslösende Filmszenen oder bewusst positive, fröhliche Clips ansahen. Auf diese Weise entstanden zwei unterschiedliche Geruchsproben aus demselben Personenkreis: eine aus einer Angstsituation und eine aus einem positiven emotionalen Zustand. Zusätzlich wurden saubere, unbenutzte Pads als Kontrollbedingung verwendet.


Die Geruchspads wurden anschließend so befestigt, dass sie sich direkt vor den Nüstern der Tiere befanden. Getestet wurden 43 weibliche Welsh-Ponys. Entscheidend für das Studiendesign: Die Pferde hatten keinen visuellen oder körperlichen Kontakt zu Menschen. Mimik, Gestik oder Körperspannung konnten also keinen Einfluss nehmen – einzig der Geruch wirkte auf die Tiere ein.


Vier Tests, ein klares Muster


Die Pferde durchliefen mehrere standardisierte Testsituationen. Dazu gehörten ein plötzlicher Schreckmoment, der Umgang mit einem unbekannten Objekt sowie Situationen, in denen sich ein Mensch näherte oder das Pferd berührte. Ziel war es, sowohl Angstreaktionen als auch soziale Annäherung systematisch zu erfassen.


Das Ergebnis zeigt ein klares Muster: Riechen die Pferde menschlichen „Angstschweiß“, reagieren sie insgesamt schreckhafter und vorsichtiger. Sie zeigen stärkere Flucht- oder Schreckreaktionen, beobachten unbekannte Reize länger und halten mehr Distanz zum Menschen. Gleichzeitig sinkt ihre Bereitschaft, aktiv Kontakt aufzunehmen. Auch physiologisch lässt sich der Effekt messen: Die Herzfrequenz steigt in der Angstbedingung stärker an als bei neutralem oder positivem Geruch.


Der chemische Bote bleibt unbekannt


Was genau im Schweiß diese Wirkung auslöst, ist bislang ungeklärt. Die Studie analysierte nicht im Detail, welche chemischen Substanzen für die Reaktion verantwortlich sind. Bekannt ist, dass menschlicher Schweiß je nach emotionalem Zustand unterschiedliche flüchtige Moleküle enthält. Welche davon für Pferde relevant sind und wie ihr Geruchssinn diese Informationen verarbeitet, bleibt eine offene Forschungsfrage. Die Wirkung selbst ist jedoch klar nachweisbar.


Herzreaktion ja, Stresshormon nein


Interessant ist auch, was sich nicht verändert hat: Im Stresshormon Cortisol zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen. Das deutet darauf hin, dass der Angstgeruch vor allem kurzfristige Erregung und Wachsamkeit beeinflusst, nicht aber zwingend eine länger anhaltende hormonelle Stressreaktion auslöst. Diese Differenzierung ist wichtig, denn sie zeigt, dass Pferde nicht automatisch „gestresst“ sind, sondern situativ sensibler reagieren.


Grenzen der Studie


So überzeugend die Ergebnisse sind, sie haben Grenzen. Untersucht wurde nur eine bestimmte Pferdegruppe: weibliche Welsh-Ponys. Andere Rassen, Hengste oder Wallache könnten anders reagieren. Zudem bildet das Labor-Setting nicht die komplexe Realität im Stall oder auf dem Reitplatz ab. Dort wirken Geruch, Stimme, Körperspannung, Bewegung und Umgebung gleichzeitig zusammen. Die Studie zeigt daher vor allem eines sehr klar: Der Geruch allein reicht aus, um Verhalten zu beeinflussen. Wie groß sein Anteil im Alltag ist, muss weitere Forschung klären.


Warum das für den Alltag relevant ist


Für den praktischen Umgang mit Pferden ist das Ergebnis dennoch bedeutsam. In ohnehin heiklen Situationen – beim Verladen, bei tierärztlichen Behandlungen oder im Turnierumfeld – könnte die Angst eines Menschen unbewusst als zusätzliches Warnsignal wirken. Das passt zu vielen Erfahrungsberichten, bekommt hier aber eine neue wissenschaftliche Grundlage: Nicht nur sichtbare Nervosität, sondern auch unsichtbare chemische Signale können ein Tier alarmieren, dessen Wahrnehmung evolutionär auf feinste Umweltreize ausgelegt ist.

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