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Wissenschaftliche Meldungen

2026: Die Menschheit kehrt zum Mond zurück – was die Artemis-Mission leisten soll

4.1.26, 11:15

Astronomie, Raumfahrt

Zwei Astronauten in Raumanzügen blicken aus dem Orbit auf den Mond und die Erde, während im Hintergrund eine Schwerlastrakete startet und das Orion-Raumschiff den Mond umfliegt. Großflächiger Teaser-Text im Bild: „2026: Der erste bemannte Flug zum Mond seit über 50 Jahren! Der nächste große Schritt in der Raumfahrtgeschichte!“

2026 als Zäsur der Raumfahrtgeschichte


Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der letzten Apollo-Landung bereitet sich die Menschheit auf eine symbolisch und technisch bedeutende Rückkehr zum Mond vor. Nach aktuellen Planungen der NASA soll im Jahr 2026 die Mission Artemis II starten – der erste bemannte Flug im Rahmen des neuen Mondprogramms. Ziel ist kein direkter Aufenthalt auf der Oberfläche, sondern ein bemannter Vorbeiflug am Mond, der die Grundlage für spätere Landungen legen soll.


Damit markiert Artemis II den Übergang von Testmissionen zu echter menschlicher Präsenz im tiefen Weltraum. Der Flug soll zeigen, dass die für zukünftige Mond- und Marsmissionen entwickelte Technik auch mit Astronautinnen und Astronauten an Bord zuverlässig funktioniert.


Was Artemis II konkret vorhat


Im Zentrum der Mission steht das Raumschiff Orion, das von der Schwerlastrakete Space Launch System ins All gebracht wird. Vier Crewmitglieder sollen mehrere Tage jenseits des niedrigen Erdorbits verbringen, den Mond umrunden und anschließend zur Erde zurückkehren. Ein solches Profil wurde zuletzt 1972 bei Apollo 17 geflogen.


Der bemannte Mondvorbeiflug ist bewusst konservativ geplant. Landungen bergen zusätzliche Risiken, während Artemis II vor allem das Zusammenspiel zentraler Systeme testen soll: Lebenserhaltung, Navigation im tiefen Raum, Kommunikation über große Distanzen sowie den Hitzeschild beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit Mondgeschwindigkeit.


Sicherheit vor Geschwindigkeit


Die NASA betont, dass der Zeitplan zwar ambitioniert, aber nicht starr sei. Verzögerungen gelten als möglich, insbesondere wenn Tests am Orion-Raumschiff oder an der Trägerrakete neue Probleme aufdecken. Bereits unbemannte Artemis-Missionen hatten gezeigt, wie komplex das Zusammenspiel der Systeme ist.


Diese Vorsicht ist Teil einer bewussten Strategie. Anders als im Wettlauf der 1960er-Jahre steht heute nicht politischer Druck, sondern langfristige Nachhaltigkeit im Fokus. Artemis soll keine einmalige Machtdemonstration sein, sondern der Beginn einer dauerhaften Präsenz rund um und auf dem Mond.


Mehr als Nostalgie: Der Mond als Trainingsfeld


Die Rückkehr zum Mond dient nicht allein historischen oder symbolischen Zielen. Der Erdtrabant gilt als ideales Testfeld für Technologien, die später für bemannte Marsmissionen notwendig wären. Lange Aufenthalte fern der Erde, eingeschränkte Ressourcen und hohe Strahlenbelastung lassen sich dort realistischer erproben, ohne die extremen Risiken eines Marsflugs einzugehen.


Zudem plant die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern den Aufbau einer Mondumlaufstation, des sogenannten Lunar Gateway. Artemis II ist ein wichtiger Schritt, um diese Infrastruktur perspektivisch nutzen zu können.


Ein globales Projekt mit offenem Ausgang


Das Artemis-Programm ist international angelegt. Raumfahrtagenturen aus Europa, Kanada und anderen Ländern sind beteiligt, etwa durch Module, Versorgungssysteme oder Crew-Beiträge. Die Mission 2026 wird daher auch als Test für internationale Zusammenarbeit im tiefen Weltraum verstanden.


Ob Artemis II tatsächlich wie geplant startet, bleibt offen. Doch schon jetzt ist klar: Gelingt die Mission, wäre sie der erste bemannte Mondflug seit über 50 Jahren – und ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen Ära der menschlichen Raumfahrt.


Hinweis: Diese Meldung basiert auf aktuellen Planungen und offiziellen Aussagen. Zeitpläne in der Raumfahrt gelten grundsätzlich unter Vorbehalt technischer und sicherheitsrelevanter Entwicklungen.

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