Wissenschaftliche Meldungen
Wolfsmond und Jupiter: Erster Supervollmond des Jahres am Abendhimmel
1.1.26, 16:24
Astronomie

Ein Vollmond mit historischem Namen
Am ersten Januarwochenende zeigt sich der erste Vollmond des neuen Jahres, traditionell als Wolfsmond bezeichnet. Der Name geht auf nordamerikanische und europäische Volksüberlieferungen zurück, in denen das Heulen von Wölfen während der kalten Wintermonate mit dieser Mondphase in Verbindung gebracht wurde. Astronomisch betrachtet handelt es sich um einen ganz normalen Vollmond, kulturell jedoch um einen der bekanntesten des Jahres.
Warum dieser Vollmond besonders hell erscheint
Der diesjährige Wolfsmond fällt zeitlich nahe an den erdnächsten Punkt der Mondbahn. Dadurch erscheint er etwas größer und heller als ein durchschnittlicher Vollmond – ein Effekt, der umgangssprachlich als „Supermond“ bezeichnet wird. Physikalisch bedeutet das: Der Mond ist rund 10 Prozent heller und etwa 7 Prozent größer wahrnehmbar, auch wenn dieser Unterschied mit bloßem Auge nur subtil zu erkennen ist.
Begegnung mit Jupiter am Abendhimmel
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Wolfsmond durch seine Nähe zum Planeten Jupiter. Kurz nach dem Mondaufgang stehen beide Himmelskörper relativ dicht beieinander am Himmel. Jupiter, der hellste Planet am Nachthimmel, ist bereits mit bloßem Auge gut sichtbar und wirkt neben dem Mond wie ein besonders heller Stern. Mit einem Fernglas lassen sich sogar Jupiters vier große Monde erkennen, sofern der Mondschein nicht zu stark blendet.
Beste Beobachtungszeit und Bedingungen
Am eindrucksvollsten ist das Schauspiel während des Mondaufgangs. Wenn der Mond noch tief am Horizont steht, erscheint er durch eine optische Täuschung besonders groß. Zudem färben Staub und Aerosole in der Atmosphäre ihn oft gelblich bis rötlich. Ein freier Blick nach Osten, möglichst fern von künstlichen Lichtquellen, erhöht die Chancen auf gute Beobachtungsbedingungen erheblich.
Wissenschaftlich unspektakulär, visuell reizvoll
Aus wissenschaftlicher Sicht liefert der Wolfsmond keine neuen Erkenntnisse über den Mond oder das Sonnensystem. Dennoch spielen solche Ereignisse eine wichtige Rolle für die öffentliche Wahrnehmung der Astronomie. Sie bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu Himmelsbeobachtungen und wecken Interesse an Planetenbewegungen, Mondphasen und der Dynamik des Sonnensystems.
Ein Himmelsschauspiel zum Jahresbeginn
Der Wolfsmond mit Jupiter markiert einen ruhigen, aber ästhetisch eindrucksvollen Auftakt des astronomischen Jahres. Auch ohne Teleskop lässt sich das Ereignis gut beobachten – ein klarer Winterabend genügt, um einen Blick auf die Mechanik unseres kosmischen Nachbarschaftssystems zu werfen.
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