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Wissenschaftliche Meldungen

Digitale Abhängigkeit neu gedacht: Warum einzelne Symptome wichtiger sein können als der Gesamtscore

11.1.26, 18:38

Psychologie, Soziologie, Gesellschaft

Illustration einer Person im Profil, die nachts auf ein leuchtendes Smartphone blickt. Um sie herum ein grafisches Netzwerk aus verbundenen Symbolen für Symptome problematischer Mediennutzung wie Schlafstörungen, Kontrollverlust, soziale Probleme und emotionale Belastung. Großer Text im Bild: „Digitale Abhängigkeit neu verstanden: Das gefährliche Symptom-Netzwerk!“ sowie der Hinweis „Wissenschaftswelle.de“.

Studie modelliert problematische Mediennutzung als dynamisches Netzwerk


Digitale Abhängigkeit wird in Forschung und öffentlicher Debatte häufig über Summenwerte beschrieben: Je mehr Symptome vorliegen, desto problematischer gilt die Nutzung. Eine neue sozialwissenschaftliche Studie, veröffentlicht im Fachjournal Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking, stellt dieses Verständnis nun grundlegend infrage. Die Forschenden schlagen vor, problematische digitale Mediennutzung nicht länger als lineares Konstrukt zu begreifen, sondern als Netzwerk miteinander verbundener Symptome, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken können.


Im Zentrum steht dabei nicht mehr die Frage, wie viele Anzeichen einer Abhängigkeit eine Person zeigt, sondern welche Symptome eine Schlüsselrolle im Gesamtgefüge spielen. Damit verschiebt sich der Blick von der bloßen Diagnose hin zur inneren Dynamik digitaler Problemnutzung.


Symptome wirken nicht isoliert, sondern gegenseitig verstärkend


Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Beobachtung, dass typische Merkmale problematischer Mediennutzung – etwa Kontrollverlust, gedankliche Dauerbeschäftigung mit digitalen Inhalten, Schlafprobleme oder soziale Beeinträchtigungen – selten isoliert auftreten. Stattdessen scheinen sie sich gegenseitig zu bedingen: Wer gedanklich ständig bei digitalen Aktivitäten ist, greift häufiger zum Smartphone, schläft schlechter und erlebt im Alltag mehr Konflikte. Diese wiederum können die Nutzung weiter intensivieren.


Die Studie zeigt, dass einige Symptome besonders stark mit anderen verknüpft sind. Sie fungieren gewissermaßen als „Drehscheiben“ im Netzwerk. Wird eines dieser zentralen Symptome aktiviert oder verstärkt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Probleme folgen. Umgekehrt könnte eine gezielte Reduktion solcher Kernsymptome eine Kaskade positiver Effekte auslösen.


Was bedeutet Netzwerk-Analyse in den Sozialwissenschaften?


Die angewandte Netzwerk-Analyse-Methode stammt ursprünglich aus der Soziologie und Statistik, wird aber zunehmend in der Psychologie und Verhaltensforschung eingesetzt. Dabei werden Symptome nicht als passive Indikatoren einer zugrunde liegenden Krankheit verstanden, sondern als aktive Elemente, die in Beziehung zueinander stehen.


Jedes Symptom wird als „Knoten“ modelliert, die Verbindungen zwischen ihnen als „Kanten“. Stärke und Richtung dieser Verbindungen zeigen, wie eng Symptome miteinander zusammenhängen. Besonders wichtige Knoten lassen sich über ihre sogenannte Zentralität identifizieren – also darüber, wie stark sie mit vielen anderen Symptomen verbunden sind oder wie sehr sie das gesamte Netzwerk stabilisieren.


Dieser Ansatz erlaubt es, komplexe Phänomene differenzierter zu betrachten, als es klassische Skalen mit einem Gesamtwert leisten können. Er macht sichtbar, wo Interventionen am wirksamsten ansetzen könnten, statt alle Symptome gleich zu behandeln.


Neue Impulse für Prävention und Therapie


Auch wenn digitale Abhängigkeit bislang nicht als eigenständige Diagnose in den großen internationalen Klassifikationssystemen verankert ist, liefert die Studie wichtige Impulse für Prävention, Beratung und Therapie. Anstatt pauschal die Bildschirmzeit zu reduzieren, könnten Maßnahmen gezielt auf besonders einflussreiche Symptome zielen – etwa auf den empfundenen Kontrollverlust oder die gedankliche Fixierung auf digitale Inhalte.


Die Autorinnen und Autoren betonen zugleich, dass es sich um ein analytisches Modell handelt, nicht um einen abschließenden Beweis für Kausalzusammenhänge. Netzwerke zeigen Zusammenhänge, keine einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten. Dennoch eröffnet der Ansatz einen neuen, differenzierteren Blick auf ein gesellschaftlich hoch relevantes Phänomen.

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Illustration zu neuer Stoffwechselforschung: Leuchtende Mitochondrien werden im Labor aktiviert und symbolisieren erhöhten Kalorienverbrauch. Daneben ein übergewichtiger, schwitzender Mann vor Flammen als Metapher für gesteigerte Fettverbrennung. Großflächiger Text: ‚Fett weg durch Zell-Turbo?‘ und ‚Neue Wunderpille in Sicht?‘

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Neuer Ansatz zur Behandlung von Demenz: Lipid-Therapie zeigt vielversprechende Ergebnisse

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Ein älterer Mann hält sich schmerzverzerrt an die Brust, im Hintergrund ein Rettungswagen mit Blaulicht, ein leuchtendes Gehirn-Symbol und eine EKG-Linie. Links liegt eine geöffnete Tablettendose mit verstreuten Pillen. Große Schlagzeile: „Tramadol – gefährlicher als gedacht?“ Darunter der Hinweis „Neue Studie deckt alarmierende Risiken auf!“ sowie Icons mit Texten zu Herzproblemen, mehr Krankenhausaufenthalten und Krampfanfällen.

Tramadol: Beliebtes Schmerzmittel mit unterschätzten Risiken?

26.12.25, 16:00

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Riesiges rotierendes Galaxien-Filament entdeckt – Neues Puzzlestück im kosmischen Netz

26.12.25, 15:01

Astronomie, Kosmologie

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Rasanter Anstieg bei Artbeschreibungen – Vielfalt des Lebens größer als gedacht

26.12.25, 14:32

Biologie

Gelber autonomer Unterwasserroboter „Ran“ fährt mit eingeschaltetem Scheinwerfer unter einer dicken antarktischen Eisschicht durch eisige Unterwasserkanäle; über dem Motiv dramatische Schlagzeilen wie „Geheimnisse unter dem Eis“ und „Tiefsee-Roboter verschollen“, die auf eine brisante wissenschaftliche Entdeckung und einen Kontaktabbruch hinweisen.

U-Boot verschwindet unter antarktischem Eis – rätselhafte Strukturen entdeckt

26.12.25, 14:18

Klima & Umwelt

Dramatische Illustration einer vermuteten Superkilonova im Weltraum: Links verschmelzen zwei Neutronensterne unter intensiven Gravitationswellen, rechts explodiert eine helle Supernova mit blau-weißer Schockfront. Leuchtende Explosionen vor Sternenhintergrund. Eingeblendeter Text: ‚Superkilonova entdeckt? Zwei Explosionen – ein mysteriöses Signal!

Superkilonova: Haben Astronomen erstmals eine doppelte Sternexplosion beobachtet?

26.12.25, 10:35

Astronomie, Kosmologie, Physik

Facebook-Titelbild im quadratischen Format: Links ein nachdenklich blickendes Kind vor dunklem, rissigem Hintergrund. Rechts mehrere Kinder in unterschiedlich farbigen Puzzleteilen, die verschiedene Verhaltensweisen zeigen. Große Schlagzeile im Bild: „Das Aus für das Autismus-Spektrum?“ Darunter: „Vier Autismus-Typen entdeckt?“ und „Alles, was wir bisher dachten, könnte falsch sein!“. Visualisiert die neue Forschung zu unterschiedlichen Autismus-Subtypen.

Warum Autismus keine einheitliche Störung ist – neue genetische Hinweise

26.12.25, 10:23

Psychologie, Neurowissenschaft

Illustration eines Quantenexperiments: Leuchtende Laser treffen auf ultrakalte Atome in einem optischen Gitter, dargestellt als stufenförmig angeordnete Energieniveaus mit schwebenden Atomen. Daneben ein wissenschaftlicher Aufbau mit Optik und Detektoren. Großzügige, kontrastreiche Typografie mit dem Text „Quantensensation! Shapiro-Stufen in ultrakalten Atomen entdeckt!“. Visueller Eindruck von Präzision, Hightech und moderner Quantenforschung.

Ultrakalte Atome erklimmen eine Quanten-„Treppe“

26.12.25, 06:24

Physik

Zwei weiße Labormäuse im direkten Vergleich: links eine Maus in steriler Laborumgebung, rechts eine Maus in naturnaher Umgebung mit Gras, Holz und Sonnenlicht. Pfeil zeigt den Übergang von Labor zu Natur. Großer Text im Bild: „Angst geheilt ohne Medikamente?“ und „Forscher entdecken: Natur reduziert Angst in nur 7 Tagen“.

Wenn Labormäuse „verwildern“, verschwindet Angst erstaunlich schnell

25.12.25, 18:36

Medizin, Psychologie, Biologie

Illustration einer unreifen menschlichen Lunge mit leuchtend roten Blutgefäßen, die aktiv wachsen und sich verzweigen. Im unscharfen Hintergrund liegt ein Frühgeborenes in einem Inkubator auf der Intensivstation. Der Bildtext lautet: „Forscher aktivieren das Wachstum der Lunge – Ein neuer Ansatz für Frühgeborene“.

Forscher aktivieren das Wachstum der Lunge

25.12.25, 18:10

Medizin

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