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Wissenschaftliche Meldungen

Nvidia-Chef nennt Roboter „AI-Immigrants“ und sieht sie als Lösung für den Arbeitskräftemangel

8.1.26, 07:06

Ingenieurswissenschaften, Technologie

Ein humanoider Roboter schüttelt einem Industriearbeiter mit gelbem Schutzhelm die Hand, während im Hintergrund weitere Roboter und Menschen gemeinsam in einer Werkhalle arbeiten. Dahinter ist die nächtliche Skyline von Las Vegas mit dem „Welcome to Las Vegas“-Schild zu sehen. Darüber steht der Text: „Roboter statt Jobkiller? Die ‚AI-Immigrants‘ kommen!“ Unten im Bild der Hinweis „Wissenschaftswelle.de“.

„AI-Immigrants“ statt Jobkiller — Nvidia-Chef sieht Roboter als Antwort auf den Arbeitskräftemangel


Las Vegas, Januar 2026 — Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat Jensen Huang, Mitgründer und Vorstandschef des US-Technologiekonzerns Nvidia, eine neue Sicht auf den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einsatz von Robotern vorgestellt. Statt Künstliche Intelligenz und Automatisierung als Bedrohung für Arbeitsplätze zu beschreiben, sprach Huang von Robotern als „AI-Immigrants“ — einer Metapher, die autonome Maschinen als ergänzende Arbeitskräfte begreift, nicht als Ersatz für Menschen.


Huang begründete diese Perspektive mit dem zunehmenden Arbeitskräftemangel, der viele Industrien weltweit betrifft. Alternde Gesellschaften, sinkende Geburtenraten und strukturelle Verschiebungen am Arbeitsmarkt führten dazu, dass zahlreiche Stellen unbesetzt blieben. In diesem Umfeld könnten Roboter Aufgaben übernehmen, für die es immer schwieriger werde, menschliche Arbeitskräfte zu finden. Nach Huangs Einschätzung entstehen durch den Einsatz von Robotik nicht weniger, sondern neue Arbeitsplätze, etwa in Wartung, Steuerung, Systemintegration und Ausbildung.


Der Begriff „AI-Immigrants“ ist bewusst gewählt. Er stellt Roboter nicht als Konkurrenz dar, sondern als spezialisierte Akteure, die gezielt dort eingesetzt werden, wo Arbeit körperlich belastend, monoton oder gesellschaftlich wenig attraktiv ist. Gemeint sind vor allem Tätigkeiten in der industriellen Fertigung, in Lagerhäusern, der Logistik oder in gefährlichen Arbeitsumgebungen. Roboter sollen hier Lücken schließen, nicht bestehende Beschäftigung verdrängen.


Von KI-Chips zur „Physical AI“


Die Aussagen fügen sich in eine strategische Neuausrichtung ein, die Nvidia seit einiger Zeit verfolgt. Das Unternehmen ist zwar vor allem als führender Hersteller von Grafik- und KI-Prozessoren bekannt, investiert jedoch zunehmend in Software-Plattformen für autonome Systeme. Ziel ist es, Robotern nicht nur Rechenleistung, sondern auch Wahrnehmung, Orientierung und Entscheidungsfähigkeit in realen Umgebungen zu ermöglichen.


Damit rückt ein Konzept in den Vordergrund, das in der Branche als „Physical AI“ bezeichnet wird: Künstliche Intelligenz, die nicht nur Daten analysiert, sondern physisch handelt, greift und sich in komplexen Umgebungen bewegt. Für die Ingenieurwissenschaften bedeutet das eine enge Verzahnung von Mechanik, Sensorik, Software, KI-Modellen und Energieversorgung — mit entsprechend hohem Entwicklungsaufwand.


Zwischen Optimismus und offenen Fragen


Huangs optimistische Darstellung steht jedoch im Spannungsfeld einer anhaltenden gesellschaftlichen Debatte. Zwar gilt es als gut belegt, dass technologische Umbrüche langfristig neue Berufsbilder schaffen. Unklar bleibt jedoch, wie schnell dieser Übergang gelingt und welche Qualifikationen künftig gefragt sein werden. Kritiker weisen darauf hin, dass insbesondere gering qualifizierte Arbeitskräfte Gefahr laufen könnten, den Anschluss zu verlieren, wenn Umschulungs- und Weiterbildungsangebote nicht Schritt halten.


Der Nvidia-Chef selbst räumte ein, dass technologische Innovation allein keine soziale Lösung darstellt. Entscheidend sei, wie Unternehmen, Politik und Bildungssysteme den Wandel begleiten. Roboter könnten helfen, wirtschaftliche Produktivität zu sichern — doch ob sie tatsächlich als „Immigranten“ akzeptiert werden, hängt weniger von der Technik als von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

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