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Wissenschaftliche Meldungen

Rasanter Anstieg bei Artbeschreibungen – Vielfalt des Lebens größer als gedacht

26.12.25, 14:32

Biologie

Wissenschaftler untersucht einen grünen Frosch im tropischen Regenwald mit Lupe, umgeben von Insekten, Fisch und Orchidee; daneben Laborgeräte, DNA-Helix und Mikroskop. Großes Titelmotiv mit Text „16.000 neue Arten pro Jahr – Die große Entdeckungswelle der Biologie“.

Rekordzahlen in der biologischen Forschung


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdecken heute mehr neue Tier-, Pflanzen- und Pilzarten als jemals zuvor. Eine aktuelle Analyse eines internationalen Forschungsteams zeigt, dass im Zeitraum von 2015 bis 2020 jährlich im Schnitt mehr als 16 000 bislang unbekannte Arten wissenschaftlich beschrieben wurden. Damit erreicht die biologische Forschung ein historisches Hoch – entgegen früherer Annahmen, wonach die große Phase der Artenentdeckung längst abgeschlossen sei.


Eine umfassende globale Auswertung


Die Studie, an der unter anderem die University of Arizona beteiligt war und die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, basiert auf der Auswertung internationaler taxonomischer Datenbanken. Besonders bemerkenswert ist, dass selbst im 21. Jahrhundert keine Abschwächung der Entdeckungsrate erkennbar ist. Im Gegenteil: Im Jahr 2020 wurden mit mehr als 17 000 neuen Arten so viele Erstbeschreibungen registriert wie nie zuvor.


Insekten, Pilze und verborgene Vielfalt


Der größte Teil der neu beschriebenen Arten gehört zu den wirbellosen Tieren, insbesondere zu Insekten und Spinnentieren. Aber auch zahlreiche Pflanzen-, Pilz- und Fischarten wurden neu klassifiziert. Viele dieser Organismen zählen zu sogenannten kryptischen Arten, die sich äußerlich kaum unterscheiden, genetisch jedoch klar voneinander getrennt sind. Moderne molekulargenetische Methoden haben entscheidend dazu beigetragen, diese verborgene Vielfalt sichtbar zu machen.


Technischer Fortschritt und internationale Zusammenarbeit


Neben genetischen Analyseverfahren spielt auch die zunehmende globale Vernetzung der Forschung eine zentrale Rolle. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten heute enger über Ländergrenzen hinweg, teilen digitale Sammlungen und erschließen gezielt bislang wenig erforschte Regionen wie tropische Regenwälder, Tiefseegebiete oder abgelegene Hochgebirge. Digitale Kataloge und standardisierte Klassifikationssysteme beschleunigen zudem die formale Beschreibung neuer Arten erheblich.


Bedeutung für Naturschutz und Gesellschaft


Die Ergebnisse sind nicht nur für die Grundlagenforschung relevant, sondern auch für den Naturschutz. Arten können nur geschützt werden, wenn sie bekannt sind. Jede neu beschriebene Art verbessert das Verständnis von Ökosystemen und deren Stabilität. Gleichzeitig machen die Zahlen deutlich, wie lückenhaft das Wissen über die globale Biodiversität noch ist – insbesondere vor dem Hintergrund eines rasanten Artensterbens durch Klimawandel, Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung.


Ein offenes Kapitel der Biologie


Viele Fachleute gehen davon aus, dass erst ein Bruchteil aller existierenden Arten wissenschaftlich erfasst ist. Schätzungen reichen von mehreren Millionen bis zu weit über zehn Millionen bislang unbekannter Lebensformen. Die aktuelle Analyse zeigt klar: Die Erforschung des Lebens auf der Erde ist keineswegs abgeschlossen, sondern tritt gerade in eine neue, besonders dynamische Phase ein.

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