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Wissenschaftliche Meldungen

Warum die Grippe gerade so schnell steigt: Was über „Subclade K“ bekannt ist

1.1.26, 11:47

Medizin

Quadratisches, realistisches Titelbild zur Grippewelle in den USA: Freiheitsstatue und New Yorker Skyline im Hintergrund, davor viele reisende Menschen mit Schutzmasken in einer Flughafen-Szene. Im Vordergrund ein Reagenzglas mit der Aufschrift ‚H3N2 Subclade K+‘ sowie ein Patient im Krankenhausbett mit Sauerstoffmaske. Große Schlagzeile: ‚Grippe-Welle in den USA! Neue Virusvariante Subclade K‘, darunter der Teaser ‚Millionen Infizierte – volle Krankenhäuser. Wie gefährlich wird diese Grippe?

Ein rasanter Anstieg – und die Reisesaison als Verstärker


In den USA steigt die Zahl der Grippeerkrankungen derzeit auffällig schnell. Fachleute rechnen damit, dass die Kurve nach den Feiertagen weiter nach oben zeigt, weil viele Menschen auf Reisen waren und in Innenräumen zusammenkamen. Nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC lag die Aktivität grippeähnlicher Erkrankungen zuletzt in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten auf „hoch“ oder „sehr hoch“.


Was hinter „Subclade K“ steckt


Auslöser der Dynamik ist eine neue Untergruppe des Influenza-A(H3N2)-Virus, die in Berichten als „Subclade K“ bezeichnet wird. H3N2 gilt seit Jahren als jener Influenza-A-Subtyp, der besonders bei älteren Menschen häufig zu schweren Verläufen beiträgt. „Subclade K“ ist keine völlig neue „Grippeart“, sondern eine weiterentwickelte Variante innerhalb von H3N2: Das Virus hat sich durch Mutationen so verändert, dass es sich in der Bevölkerung leichter ausbreiten kann – und Teile der vorhandenen Immunität weniger gut greifen. Frühere Ausbrüche wurden bereits aus anderen Ländern gemeldet, bevor die Variante nun in den USA deutlich sichtbar wurde.


Wie groß ist die Belastung bislang?


Die CDC schätzt, dass es in der laufenden Saison bis zu einem Stichtag im Dezember bereits mehrere Millionen Erkrankungen gab, dazu zehntausende Krankenhausaufnahmen und mehrere tausend Todesfälle. In diesen Zahlen sind auch gemeldete Todesfälle bei Kindern enthalten. Einzelne Bundesstaaten meldeten zeitweise außergewöhnlich hohe Wochenwerte – etwa New York mit einer Wochenbilanz, die dort als höchste seit vielen Jahren beschrieben wurde. Wichtig ist: Diese Schätzungen basieren auf Daten vor den größten Feiertagstreffen, die Nachmeldungen und weitere Anstiege wahrscheinlich machen.


Wird die Saison dadurch automatisch „schlimmer“?


Noch ist offen, ob die Saison insgesamt schwerer wird als in manchen Vorjahren. Expertinnen und Experten unterscheiden zwei Fragen: Verbreitet sich „Subclade K“ vor allem leichter – oder verursacht es zusätzlich schwerere Krankheitsverläufe? Das lässt sich erst nach mehr klinischen Daten sauber trennen. Klar ist aber: Saisons, in denen H3N2 dominiert, verlaufen statistisch häufiger ungünstig, weil insgesamt mehr Menschen erkranken und Risikogruppen stärker betroffen sind.


Impfung trotz „nicht perfektem Match“ – warum sie dennoch zählt


Weil sich Influenzaviren ständig verändern, wird der saisonale Impfstoff Monate im Voraus festgelegt. Bei „Subclade K“ deutet sich an, dass der Impfstoff nicht optimal passt. Dennoch betonen Fachleute, dass eine Impfung weiterhin sinnvoll ist: Selbst wenn eine Ansteckung nicht immer verhindert wird, kann die Impfung das Risiko schwerer Verläufe und von Krankenhausaufenthalten senken. Eine vorläufige Auswertung aus dem Vereinigten Königreich fand Hinweise auf zumindest teilweise Schutzwirkung, insbesondere mit Blick auf schwere Erkrankungen. In den USA lag die Impfquote zuletzt nur bei grob zwei Fünfteln der Bevölkerung, was die Ausbreitung zusätzlich begünstigen kann.


Medikamente: Es gibt Therapien – aber das Zeitfenster ist eng


Neben der Impfung spielen antivirale Medikamente eine Rolle, vor allem für Menschen mit erhöhtem Komplikationsrisiko. Diese Mittel wirken am besten, wenn sie sehr früh nach Symptombeginn gestartet werden, typischerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen. Wer zur Risikogruppe gehört und typische Symptome entwickelt, sollte deshalb nicht abwarten, sondern ärztlichen Rat zeitnah einholen.


Wer besonders aufpassen sollte


Die üblichen Risikogruppen bleiben entscheidend: Menschen ab etwa 65 Jahren, Schwangere, kleine Kinder sowie Personen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem. Für sie ist der Nutzen von Impfung und frühzeitiger Therapie besonders groß. Die Empfehlung der Fachgesellschaften und der CDC ist unverändert: Eine Grippeimpfung wird grundsätzlich ab einem Alter von sechs Monaten empfohlen.

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