500 Jahre Ballett: Wie die Geschichte des Balletts Macht, Körper und Technik formt
- Benjamin Metzig
- 30. Dez. 2025
- 8 Min. Lesezeit

Die Luft flirrt vor Licht, eine Tänzerin schwebt auf Spitze – und gleichzeitig explodiert hinter ihr ein digitales Drahtgitter, als würde der Körper live von Algorithmen nachgezeichnet. Ballett ist längst nicht mehr nur Tutu und Tiaras, sondern ein Hochleistungslabor für Körper, Macht und Technologie. Und genau hier setzt unsere Reise an: Wir schauen auf 500 Jahre Geschichte des Balletts – vom höfischen Intrigenwerkzeug bis zur postdigitalen Bewegungsforschung.
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Die Geschichte des Balletts als Spiegel der Zivilisation
Ballett ist vielleicht die körperlichste Geschichtsschreibung, die wir haben. Jede Epoche schreibt ihre Ideale, Ängste und Machtfantasien in Knochen, Muskeln und Bewegungsbahnen ein.
In der Renaissance sollte der Tanz die göttliche Ordnung des Kosmos abbilden – in perfekten Kreisen und Linien. Im Barock diente er dem Sonnenkönig als politisches Kontrollinstrument. In der Romantik wurde er zur Sehnsuchtsmaschine, die das Bürgertum für wenige Stunden aus der industriellen Realität hinauskatapultierte. Und heute? Heute verhandelt Ballett neuronale Netze, Schwarmintelligenz und Identitätspolitik – oft, bevor der Rest der Gesellschaft begriffen hat, was da gerade passiert.
Die Geschichte des Balletts ist deshalb kein dekoratives Beiwerk zur “eigentlichen” Geschichte, sondern ein Seismograf: An ihr lässt sich ablesen, wie wir Körper kontrollieren, idealisieren oder befreien – und wie eng das mit Politik, Technologie und Philosophie verknüpft ist.
Renaissance: Wenn Tanz zur Denkfigur wird

Im 15. Jahrhundert war Tanz an den italienischen Fürstenhöfen keine optionale Freizeitbeschäftigung, sondern Pflichtfach der Eliteausbildung. Wer sich nicht kontrolliert, elegant und im Takt bewegte, galt als charakterlich suspekt. Körperbeherrschung stand für Selbstbeherrschung – und damit für Regierbarkeit.
Mit Domenico da Piacenza taucht um 1450 der erste große Tanztheoretiker auf. In seinem Manuskript “De arte saltandi & choreas ducendi” behandelt er Tanz nicht als nette Kunst, sondern als regelbasiertes System mit kognitiven Anforderungen. Er formuliert Prinzipien wie Misura (Taktgefühl), Memoria (Komplexität merken), Aere (Haltung) und Maniera (Bewegungsfluss). Schon hier wird klar: Ballett ist von Anfang an eine Art “körperliches Programmieren” – wer die Grammatik beherrscht, kann komplexe Muster ausführen.
Die höfischen Balli dieser Zeit sind mathematische Choreografien. Sie werden aus erhöhter Perspektive betrachtet; entscheidend ist nicht der einzelne Sprung, sondern die Geometrie der Gruppe. Wenn Höflinge Kreise und Quadrate tanzen, stellen sie damit eine politische und kosmische Ordnung zur Schau: An der Spitze dieses geordneten Universums steht selbstverständlich der Fürst.
Über Catherine de Medici wandert dieses Konzept dann nach Frankreich. Mit ihr reist nicht nur italienische Küche an den Hof, sondern auch ein komplettes Entertainment-Ökosystem aus Tanzmeistern, Musikern und Bühnentechnikern. Im berühmt gewordenen Ballet Comique de la Reine (1581) verschmilzt erstmals alles zu einem Gesamtspektakel mit durchgehender Handlung – Tanz als Staatspropaganda, sechs Stunden lang, vor Tausenden Zuschauern.
Barock: Louis XIV und der tanzende Absolutismus

Im 17. Jahrhundert macht Louis XIV aus dieser höfischen Spielerei einen politischen Hochleistungssport. Nach den traumatischen Bürgerkriegen seiner Jugend begreift er: Wer tanzt, hat keine Zeit für Rebellion. Proben, Kostüme und Etikette binden den Adel an den Hof – und an den Körper des Königs.
Im legendären Ballet Royal de la Nuit tanzt der 15-jährige Louis selbst als Apollo, der Sonnengott. Das Bild ist so simpel wie genial: Alle anderen Figuren kreisen um ihn wie Planeten – Tanz als physische Theologie. Aus dieser Inszenierung entsteht der Mythos vom Sonnenkönig, der bis heute auf jedem Schulposter klebt.
Parallel organisiert Louis die Kunstform radikal durch. Mit der Académie Royale de Danse (1661) schafft er die erste staatliche Tanzakademie der Welt. Dort kodifiziert Pierre Beauchamp die fünf Fußpositionen und das en dehors – die Auswärtsdrehung der Beine, die bis heute jede Ballettklasse bestimmt. Praktisch, weil man so in alle Richtungen tanzen kann, ohne dem Publikum den Rücken zuzukehren. Symbolisch, weil der Körper sich der Bühne und damit der Öffentlichkeit maximal öffnet.
Spätestens jetzt ist klar: Ballett ist eine Disziplinmaschine. Wer akzeptiert, dass selbst der Winkel der Füße vorgeschrieben ist, akzeptiert auch andere Formen von Ordnung. Aber in dieser strengen Grammatik versteckt sich gleichzeitig Potenzial – denn je feiner die Regeln, desto größer die Möglichkeiten, sie später kreativ zu brechen.
Aufklärung und Romantik: Vom höfischen Dekor zum Seelentheater

Im 18. Jahrhundert droht das Ballett zunächst in hübscher Oberflächlichkeit zu ersticken. Virtuose Fußarbeit, Rokoko-Kostüme, aber wenig Inhalt – Tanz als Zuckerguss auf der Oper. Jean-Georges Noverre platzt dieses System, und zwar mit Ansage. In seinen “Lettres sur la danse et sur les ballets” fordert er 1760 das Ballet d’Action: Handlungsballette, die ohne Worte Geschichten erzählen und echte Emotionen transportieren.
Noverre will Masken abschaffen, Kostüme leichter machen, den Körper sichtbar und glaubwürdig. Schritte sollen logisch aus der Handlung entstehen statt aus der Laune des Choreografen. Er verlangt von Tanzschaffenden Bildung in Malerei, Geschichte und Anatomie – Tanz als interdisziplinäres Forschungsprojekt avant la lettre. Ohne Noverre gäbe es weder psychologisch dichte Handlungsballette noch das Verständnis von Tanz als eigenständiger dramatischer Kunst.
Im 19. Jahrhundert kippt die Stimmung in Richtung Romantik. Gegen die Verwertungslogik der Industrialisierung setzt die Kunst das Irrationale, Träumerische, Übernatürliche. Im Ballett heißt das: Sylphiden, Wilis und Geisterbräute. Produktionen wie La Sylphide und Giselle inszenieren den Konflikt zwischen bäuerlicher Realität und ätherischer Gegenwelt.
Technologisch wird diese Ästhetik durch zwei Innovationen befeuert: Gaslicht und Spitzenschuh. Gaslampen ermöglichen erstmals gedimmtes, blaues “Mondlicht” – perfekt für Friedhofs- und Waldszenen. Gleichzeitig verwandelt sich die Bühne in eine potenziell tödliche Versuchsanordnung: Feuergefährliche Tutus, tragische Unfälle, verbrannte Tänzerinnen – der Traum vom Überirdischen fordert buchstäblich Opfer.
Der Spitzenschuh dagegen verschiebt das Verhältnis zur Schwerkraft. Marie Taglioni nutzt ihn in La Sylphide, um zu wirken, als berühre sie den Boden kaum noch. Die frühen Spitzenschuhe sind weich und erlauben keine endlosen Standposen, dafür schnelle, flirrende Bourrées. Das Ideal der Ballerina entsteht: ein Körper, der real Höchstleistung erbringt, aber den Eindruck erweckt, er sei aus Luft.
Klassik in St. Petersburg: Petipa, Tschaikowsky und die Architektur des perfekten Abends

Als Ballett in Westeuropa an Prestige verliert, wird das zaristische Russland zum Safe Space der Tradition – und gleichzeitig zu ihrem Innovationslabor. Im kaiserlichen Ballett von St. Petersburg entwickelt Marius Petipa die Architektur des abendfüllenden Handlungsballetts, die bis heute weltweit kopiert wird.
Petipa kombiniert französische Eleganz mit italienischer Virtuosität und baut daraus eine hochsymmetrische Dramaturgiemaschine: Grand Pas de Deux mit exakt definierter Struktur, hierarchisch organisierte Ensembleszenen, klare Höhepunkte. Enrico Cecchetti liefert dazu ein Trainingssystem, das Kraft, Präzision und Musikalität aufeinander abstimmt und Generationen von Tänzer:innen prägt.
Mit Tschaikowsky kommt eine zweite Revolution dazu: die Musik. Statt funktionaler Begleitware bekommen Ballette wie Dornröschen, Der Nussknacker und Schwanensee symphonische Partituren mit Leitmotiven und komplexer Harmonik. Tanz und Musik verschmelzen zu einem dicht gewebten System – man könnte sagen: zur analogen Vorform eines multidimensionalen Datenstroms.
Interessanterweise sind gerade die “weißen Akte” in Schwanensee – choreografiert von Lev Ivanov – weniger streng und formelhaft als Petipas Hofszenen. Die Schwäne bewegen sich in fließenden Wellen, die Arme zeichnen Vogelbewegungen nach, Formationen sind oft asymmetrisch. Hier schimmert schon etwas von dem durch, was spätere Generationen weiter radikalisieren werden: der Körper als Flüssigkeit, nicht als Marmorskulptur.
Moderne Brüche: Skandale, Abstraktion und der Kampf mit der Schwerkraft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts droht die klassische Form zu einem goldgerahmten Museum zu werden. Sergei Diaghilev reagiert darauf, indem er die besten russischen Tänzer:innen nach Paris holt und mit den radikalsten Künstler:innen seiner Zeit zusammensteckt. Die Ballets Russes werden zum mobilen Think Tank der Moderne.
Michel Fokine räumt mit dekorativen Divertissements auf und fordert stilistische Konsistenz: Ein persischer Sklave tanzt nicht in Spitzenschuhen, ein antiker Held nicht im Tutu. Choreografie soll Epoche, Milieu und psychologische Verfasstheit spiegeln. Einakter wie Der Feuervogel oder Petruschka sind kompakte Experimente mit Musik, Bildender Kunst und Bewegung.
1913 explodiert das System mit Le Sacre du Printemps. Nijinsky lässt die Tänzer mit eingedrehten Füßen stampfen, bucklig, schwer, fast antiklassisch. Strawinskys Musik bricht mit Taktgefühl und tonaler Sicherheit. Das Publikum reagiert mit Tumult – aber genau dieser Skandal markiert den Eintritt des Balletts in die radikale Moderne. Von jetzt an ist klar: Ballett kann nicht nur unterhalten, sondern auch verstören.
George Balanchine führt diesen Bruch weiter, verschiebt ihn aber von der erzählerischen Ebene auf die Struktur. In den USA entwickelt er den Neoklassizismus: handlungslose Ballette, in denen die Bewegungen direkt die Musik “sichtbar” machen. Simple Trikots statt Märchenkostüme, blauer Hintergrund statt Palastkulissen – der Fokus liegt gnadenlos auf Linien, Timing und Rhythmus. Der “Balanchine-Körper” ist lang, schnell, extrem. Schwerkraft wird nicht verleugnet, sondern permanent ausgereizt.
Algorithmus, Dekonstruktion und Schwarm: Ballett im 21. Jahrhundert

Spätestens mit William Forsythe wird die klassische Grammatik völlig neu gelesen. Er behandelt Ballett wie ein offenes System, das sich durch Regeln, aber nicht durch feste Figuren definiert. In seinen Improvisation Technologies lässt er Tänzer imaginäre Punkte, Achsen und Spiralen im Raum “berechnen”, aus denen neue Bewegungsfolgen entstehen. Das klingt erstaunlich nach Algorithmus – und genau das ist der Punkt: Der Körper wird zur Schnittstelle zwischen Geometrie, Physik und Wahrnehmung.
Statt die vertikale Achse zu glorifizieren, bringt Forsythe seine Tänzer bewusst aus dem Gleichgewicht. Off-Balance-Positionen, extreme Extensions, abrupte Richtungswechsel – die klassische Linie wird verzerrt, gedehnt, gebrochen, aber nie völlig aufgegeben. Die berühmte Ballettgrammatik von Beauchamp bleibt als “Code” im Hintergrund bestehen, wird aber gehackt, dekonstruiert, neu kompiliert.
Im 21. Jahrhundert öffnen Choreograf:innen den Tanz noch stärker zur Wissenschaft. Wayne McGregor arbeitet mit Kognitionsforschung, um zu verstehen, wie das Gehirn Bewegung plant und variiert. Seine Stücke wirken oft wie räumliche EEGs – hypermobile Körper, die auf abstrakte Soundlandschaften reagieren.
Crystal Pite wiederum denkt vom Kollektiv her. In Werken wie Emergence verwandelt sie das Corps de ballet in eine Art Superorganismus, der an Insektenstaaten oder Schwärme erinnert. Das ist mehr als ein hübsches Bild: Es spiegelt ein Denken, das nicht mehr vom heroischen Individuum ausgeht, sondern von Systemen, Netzwerken, emergentem Verhalten. Ballett wird zur Choreografie von Komplexität – und damit erstaunlich nah an aktuellen Diskursen in Biologie, Informatik und Soziologie.
Warum die Geschichte des Balletts uns heute etwas angeht
Was bleibt von 500 Jahren Geschichte des Balletts? Sicher nicht nur eine Reihe schöner Kostüme. Vielmehr zeigt sich ein Muster: Jede Epoche nutzt den Körper, um ihre Ordnung zu behaupten – und jede nächste Generation nutzt denselben Körper, um genau diese Ordnung zu sprengen.
Noverre zerlegt die höfische Maske, Fokine das Tutu, Balanchine die Handlung, Forsythe die vertikale Achse. Trotzdem bleibt der Kern bestehen: eine hochpräzise, geteilte Sprache von Bewegungen, die sich über Jahrhunderte weiterentwickelt. Wie eine Programmiersprache, die immer wieder neue Libraries bekommt, ohne ihren Basis-Code zu verlieren.
Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf das Ballett auch für Menschen, die nie eine Ballettschule von innen gesehen haben. Hier wird im Zeitraffer verhandelt, wie wir Körper sehen, wie wir Macht inszenieren und wie wir mit Technologie umgehen – von Gaslicht und Spitzenschuh über symphonische Partituren bis zu Motion Capture und KI-gestützten Choreografien.
Wenn dich diese Perspektive auf Tanz als Kultur- und Wissenslabor fasziniert, dann folge der Wissenschaftswelle-Community für mehr solcher Langstrecken-Storys und Hintergründe auf Social Media:
Und jetzt bist du dran: Welche Epoche der Ballettgeschichte spricht dich am meisten an – höfische Geometrie, romantische Geister oder postdigitale Schwärme? Lass es uns im Kommentarbereich wissen und teile den Artikel mit Menschen, die Tanz bisher nur als “schöne Show” gesehen haben. Wenn dir dieser Deep Dive gefallen hat, freue ich mich über ein Like – das hilft, dass mehr Leute über Körper, Macht und Bewegung nachdenken.
Quellen:
The first dancing master's manual: Domenico da Piacenza and the ... – https://earlymusicmuse.com/domenico-da-piacenza/
The History of Ballet and Its Global Influence — Nutcracker.com – https://nutcracker.com/history-of-ballet/
Courtly Origins - Gaynor Minden – https://dancer.com/ballet-info/the-story-of-ballet/courtly-origins-de-medici-and-king-louis-xiv/
Catherine de Medici and the Ballet Comique de la Reine | mysylph – https://mysylph.com/2012/04/16/catherine-de-medici-and-the-ballet-comique-de-la-reine/
First Major Ballet Is Performed | Research Starters - EBSCO – https://www.ebsco.com/research-starters/history/first-major-ballet-performed
Ballet Comique de la Reine - Wikipedia – https://en.wikipedia.org/wiki/Ballet_Comique_de_la_Reine
Theatrical Origins and Choreographic Evolution of Ballet – https://www.therussianballet.com/blog/theatrical-origins-and-choreographic-evolution-of-ballet
Ballet de cour | Centre de musique baroque de Versailles – https://cmbv.fr/en/introducing-baroque/ballet-de-cour
Louis XIV - Wikipedia – https://en.wikipedia.org/wiki/Louis_XIV
The dancing Sun King - Blog Nationalmuseum – https://blog.nationalmuseum.ch/en/2023/01/the-dancing-sun-king/
Louis XIV and the Beginning of Ballet – Align Ballet Method – https://alignballetmethod.com/louis-xiv-and-the-beginning-of-ballet/
Pierre Beauchamp | Britannica – https://www.britannica.com/biography/Pierre-Beauchamp
Pierre Beauchamp - Wikipedia – https://en.wikipedia.org/wiki/Pierre_Beauchamp
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Letters on Dancing and Ballets | Noverre | Britannica – https://www.britannica.com/topic/Letters-on-Dancing-and-Ballets
Romantic Ballet – Storytelling – https://pressbooks.pub/storytelling/chapter/romantic-ballet/
Ballet 101: Romantic Ballet | Ballet Arizona – https://balletaz.org/ballet-101-romantic-ballet/
La Sylphide and Romantic Ballet's Golden Age | EBSCO – https://www.ebsco.com/research-starters/history/la-sylphide-and-romantic-ballets-golden-age
Ghosts in the Gaslight | The Australian Ballet – https://australianballet.com.au/blog/ghosts-in-the-gaslight
Everything you Need to Know About Pointe Shoes - English National Ballet – https://www.ballet.org.uk/blog/a-guide-to-pointe-shoes/
Giselle - Wikipedia – https://en.wikipedia.org/wiki/Giselle
The Sleeping Beauty | The Marius Petipa Society – https://petipasociety.com/the-sleeping-beauty/
February 16 - 25, 2018 Swan Lake Audience Guide – https://pbt.org/wp-content/uploads/2018/02/Swan-Lake-Audience-Guide-1.pdf
Ballets Russes - Wikipedia – https://en.wikipedia.org/wiki/Ballets_Russes
Neoclassical Ballet and George Balanchine | History of Dance – https://fiveable.me/history-of-dance/unit-8/neoclassical-ballet-george-balanchine/study-guide/kVofiqJFUL77DFn7








































































































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