Bizarre Weihnachtsbräuche weltweit: Was uns Weihnachtskatzen, Pferdeschädel und fermentierte Vögel über Kultur verraten
- Benjamin Metzig
- 24. Dez. 2025
- 9 Min. Lesezeit

Weihnachten ist überall anders: Was bizarre Weihnachtsbräuche weltweit über uns verraten
Weihnachten wirkt in der Popkultur wie ein perfekt exportiertes Komplettpaket: Tannenbaum, Lichterketten, Geschenke, ein rotgewandeter Santa, dazu „Stille Nacht“ in Endlosschleife. Als wäre das Fest ein globaler Standard, der überall gleich installiert wird – wie ein Betriebssystem-Update kurz vor Jahresende.
Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt etwas viel Spannenderes: Weihnachten ist kein monolithischer Block, sondern ein kulturelles Chamäleon. Ein synkretistisches Gefäß, in das Gesellschaften seit Jahrhunderten alles hineingießen, was sie gerade brauchen: christliche Motive, vorchristliche Sonnenwendriten, Agrarlogiken, Überlebenswissen, Humor, Angstpädagogik – und ja, manchmal auch sehr handfesten Kommerz.
Wenn du Lust auf mehr solcher Expeditionen in die kulturellen „Nebenräume“ der Welt hast: Abonniere gern meinen monatlichen Newsletter. Dort landen genau diese Geschichten – fundiert, überraschend und garantiert nicht nur „Wikipedia-oberflächlich“.
Warum ausgerechnet Weihnachten so viele kulturelle „Mutationen“ zulässt
Warum wird ausgerechnet dieses Fest so häufig umgebaut, erweitert, verdreht? Weil Weihnachten eine seltene Kombination vereint: Es liegt in der dunkelsten Zeit des Jahres (Wintersonnenwende-Nähe), es ist emotional aufgeladen (Familie, Nostalgie, Sinnfragen), und es ist sozial hoch wirksam (wer gehört dazu, wer nicht?). Rituale sind in solchen Momenten wie Software-Patches für das Zusammenleben: Sie stabilisieren – oder sie erlauben kontrolliertes Chaos.
In der Ethnologie betrachtet man „ungewöhnliche“ Bräuche deshalb nicht als Kuriositätenkabinett, sondern als Diagnoseinstrument. Sie zeigen, was eine Gesellschaft fürchtet, wie sie Kinder erzieht, wie sie Gemeinschaft herstellt, wie sie mit Tod, Dunkelheit und Mangel umgeht – und wie sie sich selbst erzählt, wer sie eigentlich ist.
Stell dir Weihnachten als Bühne vor. Das Stück heißt überall ähnlich („Hoffnung in dunkler Zeit“), aber die Inszenierung ist radikal lokal: mal Horror-Performance, mal poetischer Rap-Battle, mal Biochemie im Robbenbalg, mal Marketing-Meisterwerk im Fast-Food-Karton.

Pädagogik der Angst: Wenn Weihnachten Hörner trägt
Das moderne Weihnachtsnarrativ ist weichgezeichnet: freundlich, warm, „besinnlich“. Historisch war die Vorweihnachtszeit jedoch oft eine Zeit der Disziplinierung. Lange Nächte, harte Winter, reale Gefahren – da brauchte man soziale Ordnung, besonders bei Kindern. Und Ordnung lässt sich erstaunlich effektiv über Figuren herstellen, die als „Exekutivorgane“ der Moral auftreten.
Im Alpenraum erscheint dieser Dualismus besonders klar: Nikolaus belohnt, Krampus bestraft. Der Krampus, traditionell rund um den 5. Dezember aktiv, ist das dunkle Gegenbild zum gütigen Bischof: Hörner, Fell, herausgestreckte Zunge, Rute, schwere Glocken – eine akustisch-visuelle Warnsirene auf zwei Beinen. Interessant ist die soziale Funktion dahinter: Krampusgruppen („Passen“) waren lange auch Initiationsräume für junge Männer – Mut, Körperlichkeit, Gruppenzugehörigkeit.
Daneben existiert ein verwandtes, aber eigenständiges System: die Perchten der Raunächte. Hier geht es weniger um individuelle Kindererziehung als um kosmische Ordnung: Lärm, Masken, groteske Fratzen – als apotropäisches Programm, um „das Böse“ und die dunklen Wintermächte zu vertreiben, die Vegetation symbolisch „aufzuwecken“. Schönperchten bringen Glück und Fruchtbarkeit, Schiachperchten übernehmen das Grobe. Und ja: In modernen Läufen verschwimmen Tradition und Eventisierung – aber der Kern bleibt verblüffend stabil: Das Unheimliche ist nicht der Feind von Weihnachten, sondern sein Schatten, der das Licht erst sichtbar macht.

Warum Angstfiguren funktionieren
Angstgestalten sind kulturelle Werkzeuge. Sie externalisieren Regeln („Nicht ich drohe dir, der Krampus tut’s“), sie machen Unsichtbares sichtbar (Moral, Wintergefahren), und sie erzeugen Gemeinschaft durch geteiltes Gruseln.
Kurz: Sie sind Pädagogik mit Spezialeffekten.
Island: Dreizehn Trolle, eine Kartoffel – und eine Katze als Wirtschaftsministerin
Wenn man Weihnachten als Narrativ-Labor sucht, ist Island ein Volltreffer. Statt eines Weihnachtsmanns kommen dort dreizehn Jólasveinar („Yule Lads“) – dreizehn trollige Spezialisten für kleine Grenzüberschreitungen. Sie erscheinen in den 13 Nächten vor Weihnachten einzeln, und Kinder stellen Schuhe ans Fenster: Wer „brav“ war, bekommt eine Kleinigkeit; wer nicht, findet eine verfaulten Kartoffel. Erziehung als Adventskalender, nur mit Troll-Charme.
Das Faszinierende ist die Präzision: Jeder Geselle hat ein eigenes „Delikt“, von Türenschlagen über Wurstklau bis zum Kerzen-Schnorren. Diese Mikromythologie wirkt wie eine Sammlung sozialer Mini-Gesetze: Was nervt im Alltag? Was gefährdet Vorräte? Was stört den Hausfrieden? Die Antwort sind Figuren, die genau diese Punkte verkörpern.
Noch eindrucksvoller ist die Weihnachtskatze Jólakötturinn: ein Monster, das Menschen frisst (oder ihnen zumindest das Festmahl verdirbt), wenn sie zu Weihnachten keine neuen Kleider haben. Klingt wie ein besonders finsteres Märchen – ist aber ethnologisch beinahe genial: In der Agrargesellschaft Islands war Wollverarbeitung überlebenswichtig. Die Herbstwolle musste vor Weihnachten verarbeitet sein. „Neue Kleidung“ bedeutete: Du hast deinen Teil geleistet. Die Katze ist damit ein Mythos als Produktivitätsmotor – ökonomischer Zwang, verpackt als Erzählung, die sogar Kinder verstehen.

Drei Dinge, die Islands Weihnachtswelt dabei sichtbar macht:
Rituale sind oft „Alltagsmanagement“ in symbolischer Form.
Mythologie kann Arbeit organisieren – ohne Excel, ohne Chef, nur mit Erzählmacht.
„Geschenk“ und „Pflicht“ sind manchmal zwei Seiten derselben Wollsocke.
Katalonien: Wenn das Heilige auf die Erde kommt – buchstäblich
In vielen Kulturen sind Körperausscheidungen tabu, erst recht im religiösen Kontext. Katalonien spielt hier in einer eigenen Liga – und genau das ist kulturwissenschaftlich so spannend: Denn es geht nicht um billigen Klamauk, sondern um ein bäuerliches Kreislaufdenken, in dem Düngung, Fruchtbarkeit und Glück zusammengehören.
Da ist zuerst der Caganer, eine Krippenfigur, die hockend ihr Geschäft verrichtet. Er steht meist im Hintergrund der Krippenlandschaft – nicht im Zentrum, aber unverzichtbar. Historisch taucht er im Barock auf und wird bis heute als Glücksbringer verstanden: Der „Dünger“ symbolisiert Hoffnung auf eine reiche Ernte. Gleichzeitig erdet er die Theologie: Das Wunder der Menschwerdung passiert nicht im luftleeren Raum, sondern in einer Welt aus Körpern, Bedürfnissen und Biologie. Und weil „jeder mal muss“, nivelliert der Caganer soziale Unterschiede auf die radikalste Weise.
Noch interaktiver ist der Tió de Nadal („Caga Tió“): ein Baumstamm mit Gesicht, Decke und Barretina. Kinder „füttern“ ihn ab dem 8. Dezember, als würde im Holz ein Geist wachsen. Und dann, an Heiligabend oder am ersten Weihnachtstag, kippt Fürsorge in rituelle Gewalt: Man schlägt mit Stöcken auf den Stamm, singt dazu imperativische Lieder – und unter der Decke erscheinen Süßigkeiten und kleine Geschenke. Irgendwann „scheißt“ der Stamm symbolisch eine Zwiebel oder Kohle: Ende der Bescherung.
Unterm Strich ist das ein erstaunlich komplexes Ritual: Es verbindet Animismus (der Geist im Holz), Winterökonomie (Holz als Wärmequelle) und Erziehung (Fürsorge + Grenzen + performatives Lernen). Es ist absurd – und gleichzeitig logisch, wenn man die innere Grammatik versteht.

Essen als Extremzone: Von Kiviak bis KFC
Wenn Weihnachten das Fest des Mahls ist, dann ist das Weihnachtsessen eine Art kultureller Fingerabdruck. Klima und Geschichte diktieren, was möglich ist – und manchmal entscheidet einfach Marketing.
In Grönland existiert mit Kiviak eine Praxis, die klingt wie ein Survival-Handbuch, das aus Versehen in den Festtagskalender geraten ist: Bis zu 500 kleine Seevögel werden ungerupft und unausgenommen in einen Robbenbalg gestopft, luftarm abgedichtet und monatelang fermentiert. Im Winter wird das Paket geöffnet, und die Vögel werden roh gegessen. Biochemie als Tradition: Fermentation konserviert Nährstoffe in einer Umgebung, in der frische Vitamine im Winter keine Selbstverständlichkeit sind.
Gleichzeitig ist Kiviak kein „Mutprobe-Essen“, sondern kultureller Stolz – das Symbol, eine feindliche Umwelt verstanden und gemeistert zu haben. Allerdings zeigt der Brauch auch, wie eng Tradition und Risiko beieinanderliegen: Falsche Vogelarten oder unsaubere Prozesse können gefährliche Toxine begünstigen. Kiviak ist damit auch ein Beispiel für „indigenes Expertenwissen“ – nicht romantisch, sondern präzise, praktisch, überlebenswichtig.
Am anderen Ende des Spektrums steht Japan: ein Land, in dem weniger als ein kleiner Teil der Bevölkerung christlich ist, Weihnachten aber dennoch ein riesiges Konsumereignis wurde. Das zentrale Ritual am 24. Dezember: Kentucky Fried Chicken. Eine Werbekampagne aus den 1970ern („Kurisumasu ni wa Kentakkii!“) füllte ein kulturelles Vakuum, weil es keine lange etablierte Weihnachtsküche gab. Heute werden Party-Eimer teils Wochen im Voraus bestellt, Filialen bilden Schlangen, und Colonel Sanders trägt Weihnachtsmannkostüm.

Hier sieht man brutal klar: Traditionen müssen nicht alt sein, um sich echt anzufühlen. Manchmal reicht ein gutes Storytelling, das an ein Bedürfnis dockt – Gemeinschaft, Besonderheit, Ritual.
Masken, Lärm, Rollschuhe: Wenn die Ordnung kurz Urlaub macht
Viele Weihnachtsbräuche haben etwas Karnevaleskes: Für einen begrenzten Zeitraum wird Alltagsordnung umgekehrt. Masken sind dabei wie ein sozialer Joker: Sie erlauben Verhalten, das sonst sanktioniert würde – aber in einem Rahmen, der es wieder ungefährlich macht.
In Neufundland ziehen Mummers in den Weihnachtstagen verkleidet von Haus zu Haus. Ziel: totale Unkenntlichkeit. Masken, groteske Kostüme, Körperverfremdung, oft Cross-Dressing – und als akustische Tarnung „Ingressive Speech“, also Sprechen beim Einatmen. Im Haus wird getanzt, gespielt, gescherzt, und die Gastgeber müssen raten, wer da eigentlich vor ihnen steht. Wird jemand erkannt, fällt die Maske – und es gibt Essen, Trinken, Gemeinschaft. Historisch konnte das auch kippen: Der Brauch wurde im 19. Jahrhundert nach Gewaltfällen zeitweise verboten und später als Folklore neu gerahmt. Ein Lehrstück darüber, wie Gesellschaften „wilde“ Rituale domestizieren, ohne sie ganz zu verlieren.
In Wales kommt mit der Mari Lwyd eine Tradition ins Spiel, die wirkt wie Folk-Horror – und gleichzeitig wie Poetry-Slam: Ein Pferdeschädel auf einer Stange, unter einem weißen Laken verborgen, zieht von Haus zu Haus. Einlass gibt es nicht einfach so: Es folgt ein improvisierter Reimwettstreit (Pwnco). Wer die besseren Verse hat, gewinnt. Meist gewinnt die Mari-Lwyd-Gruppe – und wird hineingelassen, weil Abweisen Unglück bringen könnte. Die Pointe: Sprache wird hier zum Ritualwerkzeug. Gemeinschaft entsteht nicht nur durch Essen und Trinken, sondern durch performative Kreativität.
Und dann Westafrika: In Gambia und Senegal leuchten Fanals – kunstvolle Laternen, oft in Schiffsform, die in Paraden getragen werden. Ursprünglich mit kolonialen Statusinszenierungen verbunden, sind sie heute kreative Gemeinschaftskunst: Licht, Musik, Bewegung, Spenden sammeln, Zusammenhalt zeigen. Eine Tradition, die Geschichte nicht verdrängt, sondern umcodiert.
Feuer gegen die Dunkelheit – und Radieschen gegen die Vergänglichkeit
Lichtbräuche sind bei Weihnachten naheliegend: Es ist die Zeit, in der Dunkelheit nicht nur meteorologisch, sondern auch psychologisch schwerer wiegt. Manche Kulturen machen daraus eine regelrechte Lichtpolitik.
In Guatemala wird am 7. Dezember beim Quema del Diablo symbolisch der Teufel verbrannt – oft zusammen mit Müll und alten Gegenständen.
Reinigung als Feuer-Ritual: Das Böse versteckt sich im Unrat, also muss der Unrat raus, damit das Christuskind kommen kann. Das ist nicht nur Religion, sondern auch soziale Hygiene: ein kollektiver Neustartknopf.
Auf den Philippinen wiederum wächst Licht zur Ingenieurskunst: Beim Giant Lantern Festival entstehen gigantische Laternen mit tausenden Lichtern und komplexen Mustern. Und besonders schön ist die technische Eigenheit: Teilweise werden die Choreografien nicht digital, sondern über mechanische Konstruktionen gesteuert – wie eine überdimensionale Spieluhr, die Stromkreise „tanzen“ lässt. Tradition als High-Tech-Handwerk.
Weihnachten kann aber auch zeigen, wie Kultur mit Geographie verhandelt. In Neuseeland ist Weihnachten Hochsommer – und statt Tanne prägt der Pohutukawa mit seinen leuchtend roten Blüten das Bild. Ein „Weihnachtsbaum“, der nach Strand und Salz riecht, nicht nach Schneematsch.
Und in Oaxaca, Mexiko, wird am 23. Dezember bei der Noche de los Rábanos aus übergroßen Radieschen vergängliche Kunst geschnitzt: Krippenszenen, lokale Geschichte, ganze Miniaturenwelten – nur für Stunden, weil das Gemüse schnell welkt. Eine stille Erinnerung daran, dass Rituale nicht nur „bewahren“, sondern auch das Vergehen feiern können.
Wenn Zerstörung zur Tradition wird: Der Gävle-Bock als makabres Gesellschaftsspiel
Schweden liefert mit dem Gävle-Bock eine der paradoxesten Weihnachtsgeschichten: Seit 1966 wird in der Stadt Gävle jährlich ein riesiger Julbock aus Stroh errichtet – und fast ebenso regelmäßig brennt er. Obwohl Brandstiftung illegal ist und hart bestraft werden kann, gehört die Frage „Überlebt er dieses Jahr?“ zum Ritual selbst. Die Stadt schützt, die Täter erfinden neue Wege, und sogar Wetten auf die Überlebensdauer kursieren.
Ethnologisch ist das faszinierend, weil hier etwas normalerweise Außerkulturelles – Vandalismus – ritualisiert und in die Folklore integriert wird. Es entsteht eine Art gesellschaftliches Katz-und-Maus-Spiel, das jedes Jahr neu erzählt wird. Der Bock ist nicht nur Symbol, er ist Ereignisgenerator.
Was all diese Bräuche verbindet
So unterschiedlich sie wirken: Viele Rituale erfüllen ähnliche Funktionen. Sie disziplinieren (Krampus), motivieren (Weihnachtskatze), erden (Caganer), sichern Überleben (Kiviak), stiften Gemeinschaft (Mummers, Fanals), bekämpfen Dunkelheit (Lichterfeste) oder verhandeln Regeln spielerisch (Gävle-Bock). Weihnachten ist dabei die Leinwand – die Gesellschaft malt.
Weihnachten als kultureller Spiegel – und als Einladung, genauer hinzusehen
Wenn wir auf bizarre Weihnachtsbräuche weltweit schauen, sehen wir nicht „die Anderen“ – wir sehen, wie flexibel Menschen Sinn bauen. Rituale sind keine Museumsstücke. Sie sind lebende Organismen, die sich anpassen: an Klima, Wirtschaft, Machtverhältnisse, Ängste, Humor, Technik.
Vielleicht ist das die schönste Pointe: Gerade dort, wo Weihnachten „komisch“ wirkt, zeigt es seine größte Stärke. Es hält Widersprüche aus. Es kann heilig und derb, alt und neu, spirituell und kommerziell, zart und furchteinflößend sein – manchmal alles zugleich.
Wenn dich eine dieser Traditionen besonders gepackt hat: Lass dem Beitrag gern ein Like da und schreib in die Kommentare, welche du am liebsten einmal live erleben würdest (oder welche dich am meisten verstört hat). Und wenn du mehr solcher Geschichten willst, schau in der Community vorbei:
#Hashtags#Weihnachten #Kulturwissenschaft #Anthropologie #Rituale #Brauchtum #Traditionen #GlobalKultur #Wintersonnenwende #Ethnologie #Geschichte
Quellen:
Unusual Christmas Traditions Around the World - https://www.mentalfloss.com/article/609619/unusual-christmas-traditions-around-world
Krampus and Perchten : Advent in Salzburg - https://www.salzburg.info/en/salzburg/advent/krampus-percht
Krampus and Perchten - A mystical SalzburgerLand Advent tradition - https://www.salzburgerland.com/en/krampus-and-perchten/
The Strangest Christmas traditions from around the world - https://www.regent-holidays.co.uk/blog/the-7-strangest-christmas-traditions-from-around-the-world/
How “Kentucky for Christmas” began in Japan | KFC - https://global.kfc.com/stories/how-kentucky-for-christmas-began-in-japan
The Marketing Miracle Behind KFC in Japan for Christmas - https://globisinsights.com/career-skills/strategy/kfc-in-japan-christmas-marketing/
Mummering - https://en.wikipedia.org/wiki/Mummering
“Making Cool Things Hot Again”: Blackface and Newfoundland Mummering - https://www.erudit.org/en/journals/ethno/2008-v30-n2-ethno2776/019953ar.pdf
The Mari Lwyd | Wales.com - https://www.wales.com/about/history-and-heritage/welsh-traditions-myths-and-legends/mari-lwyd
The Skeletal Welsh Horse You Must Beat in a Battle of Rhymes - https://hyperallergic.com/the-welsh-undead-horse-of-christmas-you-must-beat-in-a-battle-of-rhymes/
The Giant Lantern Festival of the Philippines | ICH News - ICHCAP - https://www.unesco-ichcap.org/board.es?mid=a10501020000&bid=A112&act=view&list_no=13890&tag=&nPage=38
Pōhutukawa - Department of Conservation - https://www.doc.govt.nz/nature/native-plants/pohutukawa/
Why Radish Carving Has Become a Popular Holiday Event in Oaxaca - https://www.smithsonianmag.com/travel/why-radish-carving-has-become-popular-holiday-event-oaxaca-180971096/
Legend of the Christmas Spider - Wikipedia - https://en.wikipedia.org/wiki/Legend_of_the_Christmas_Spider
Kiviak - Wikipedia - https://en.wikipedia.org/wiki/Kiviak
Kiviak: Greenland's Fermented Bird Tradition Explained- DFM - Disgusting Food Museum - https://disgustingfoodmuseum.com/kiviak-the-fermented-birds-from-greenland/
Gävle goat - Wikipedia - https://en.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4vle_goat
Sweden's Gavle goat burning is world's most bizarre Christmas ritual | The Herald - https://www.heraldscotland.com/news/23177192.swedens-gavle-goat-burning-worlds-bizarre-christmas-ritual/
Fanal in The Gambia: History, Meaning and Where to See It | My Gambia - https://www.my-gambia.com/article/fanal-in-the-gambia-history-meaning-and-where-to-see-it/
The Caganer: A Twist on Catalan Christmas Traditions - https://sitgesluxuryrentals.com/the-caganer-barcelona/








































































































Kommentare