Gorilla

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Fun-Fact
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Wusstest du schon, dass Gorillas individuelle Fingerabdrücke besitzen, genau wie Menschen? Dies hilft Forschern oft bei der Identifizierung einzelner Tiere in freier Wildbahn!
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Zahlen, Daten, Fakten
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Wissenschaftlicher Name:
Gorilla spp.
Hierarchische Taxonomie:
Reich: Tiere
Stamm: Chordatiere
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Primaten
Familie: Menschenaffen (Hominidae)
Gattung: Gorilla
Verbreitung:
Tropische und subtropische Regenwälder, Bergwälder und Sumpfgebiete in Zentralafrika.
Gefährdung:
Vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)
Population:
Schätzungen variieren je nach Art und Unterart, liegen aber insgesamt bei unter 300.000 Individuen, mit stark abnehmendem Trend für die meisten Populationen.
Schutzmaßnahmen:
Umfassende Schutzmaßnahmen umfassen die Einrichtung und den Schutz von Nationalparks und Schutzgebieten, die Bekämpfung der Wilderei, gemeindebasierte Naturschutzprogramme, Tourismus (insbesondere Gorilla-Trekking zur Finanzierung des Schutzes) und die Bekämpfung von Krankheiten wie Ebola.
Größe:
Männchen: 1,4-1,8 m (stehend); Weibchen: 1,25-1,5 m (stehend). Armspannweite bis zu 2,7 m.
Gewicht:
Männchen: 135-220 kg; Weibchen: 70-115 kg
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weitere Infos
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Gorillas sind die größten lebenden Primaten und gehören zur Familie der Menschenaffen. Sie zeichnen sich durch ihren robusten Körperbau, breite Schultern und einen kräftigen Nacken aus. Ihr Fell ist meist schwarz bis graubraun, wobei männliche Gorillas im Alter oft eine silbergraue Rückenpartie entwickeln, was ihnen den Namen "Silberrücken" einbringt. Die Gesichtshaut ist nackt und dunkel. Charakteristisch sind auch ihre kräftigen Kiefer und großen Eckzähne. Obwohl sie große und schwere Tiere sind, bewegen sie sich geschickt sowohl am Boden als auch in Bäumen, wobei sie meist an den Knöcheln gehen.
Der Lebenszyklus von Gorillas beginnt mit einer Tragzeit von etwa 8,5 Monaten, an deren Ende in der Regel ein einzelnes Jungtier geboren wird. Neugeborene Gorillas sind hilflos und vollständig von ihrer Mutter abhängig, die sie etwa drei bis vier Jahre lang säugt und trägt. Sie bleiben für viele Jahre eng bei ihrer Mutter und lernen alle notwendigen Überlebensfähigkeiten. Männliche Gorillas erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 11-13 Jahren, weibliche etwas früher mit 8-10 Jahren. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt etwa 30 bis 40 Jahre, in Zoos können sie deutlich älter werden.
Gorillas leben in stabilen Familiengruppen, sogenannten "Haremsverbänden", die typischerweise aus einem dominanten Silberrücken, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs bestehen. Der Silberrücken ist der Anführer, Beschützer und entscheidet über die Tagesaktivitäten der Gruppe. Ihr Verhalten ist größtenteils friedlich und sozial. Sie kommunizieren über eine Vielzahl von Lauten, Körperhaltungen und Gesichtsausdrücken. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Pflanzenmaterial wie Blättern, Stängeln, Früchten und gelegentlich Insekten. Sie verbringen den Großteil des Tages mit Fressen und Ruhen, wobei sie jede Nacht ein neues Schlafnester aus Vegetation bauen.
Die Verbreitung der Gorillas ist auf die tropischen und subtropischen Wälder Zentralafrikas beschränkt. Es gibt zwei Hauptarten, den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) und den Östlichen Gorilla (Gorilla beringei), die durch den Kongo-Fluss voneinander getrennt sind. Der Westliche Gorilla bewohnt Tiefland- und Sumpfwälder in Ländern wie Kamerun, Gabun und der Zentralafrikanischen Republik, während der Östliche Gorilla in den Berg- und Tieflandwäldern der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda vorkommt. Beide Arten sind durch Lebensraumverlust, Wilderei und Krankheiten stark bedroht.
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F.A.Q.
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Wie viele Arten von Gorillas gibt es?
Es gibt zwei Hauptarten von Gorillas: den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) und den Östlichen Gorilla (Gorilla beringei). Beide Arten sind weiter in Unterarten unterteilt. Der Westliche Gorilla umfasst den Westlichen Tieflandgorilla und den Cross-River-Gorilla. Der Östliche Gorilla teilt sich in den Berggorilla und den Östlichen Tieflandgorilla (Grauer-Gorilla) auf.
Alle diese Arten und Unterarten sind vom Aussterben bedroht, und ihre Populationen sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen.
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Was sind die größten Bedrohungen für Gorillas?
Die Hauptbedrohungen für Gorillas sind Lebensraumverlust durch Abholzung und Landwirtschaft, Wilderei für Bushmeat und den illegalen Haustierhandel, sowie Krankheiten wie das Ebola-Virus, das ganze Populationen auslöschen kann. Auch bewaffnete Konflikte in ihren Verbreitungsgebieten tragen zur Gefährdung bei, da sie die Schutzbemühungen erschweren und die Wilderei fördern.
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Was fressen Gorillas?
Gorillas sind reine Pflanzenfresser (Herbivoren). Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus einer Vielzahl von Pflanzenmaterialien, darunter Blätter, Stängel, Rinde, Wurzeln und Früchte. Gelegentlich ergänzen sie ihre Nahrung mit kleinen Insekten, wie Ameisen oder Termiten. Ihre Ernährung variiert je nach Art und Verfügbarkeit in ihrem spezifischen Lebensraum.







































































































